Die vierzig Tage des Musa Dagh

Das Literaturoper-Projekt 2017 wird die Adaption des Romans „Die vierzig Tage des Musa Dagh“ von Franz Werfel sein. Der Roman schildert den Genozid, den die jungtürkische Regierung 1915-1916 an den Armeniern verübte. Franz Werfel erzählt von einem in Paris aufgewachsenen armenischen Intellektuellen, der mit seiner französischen Frau und ihrem gemeinsamen Sohn nur durch Zufall sein Heimatland besucht, in den Wirren des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs in der Türkei festgesetzt und als Armenier entrechtet wird. Empört beginnt er einen verzweifelten Kampf gegen die türkischen Truppen, die dreimal anrücken, um die kleine Volksgemeinschaft, in der er ursprünglich aufwuchs, gewaltsam zu zwingen, auf die Todesmärsche zu gehen, auf denen hunderttausende von Armeniern bereits zu Tode gebracht wurden.Seine Verwandlung von einem in der europäischen Kultur verwurzelten Weltbürger zu einem seine ethnischen Wurzeln empfindenden und aus der Not geborenen Militaristen entfremdet ihn von  seiner Gattin, die in den Kriegswirren den Verstand verliert. Als während der von ihm angeleiteten Kämpfe sein Sohn stirbt, verliert er seinen Lebenswillen: Obwohl Rettung von einem französischen Kriegsschiff naht, liefert er sich der türkischen Armee aus. 

Das neue Stück der Literatur-Oper Köln wird im Rahmen des Sommerblut-Festivals 2017 aufgeführt.

Termine

  • 10.05.2017
  • 11.05.2017
  • 18.05.2017
  • 19.05.2017
  • jeweils 20.00 Uhr | Bühne der Kulturen Köln

 

 

 

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